Presse
19.09.2013, 08:35 Uhr
Matthias Heider MdB besucht DLRG in Attendorn
Schwimmen, tauchen, Leben retten
Ehrenamtstätigkeit:
Zu einem wichtigen Teil unserer heutigen Gesellschaft dem Ehrenamt,  trug bei einem Ortstermin mit Dr. Heider und der CDU Fraktion Attendorn in eindrucksvoller Weise die DLRG Ortsgruppe Attendorn bei. Wie allen hinreichend bekannt, läuft ohne diese freiwilligen Leistungen der Bürger nichts!
Ich freue mich schon auf die Argumentationsweisen der Landespolitik und der örtlichen SPD wenn gezwungen,  durch die Realisierung der Abudanzumlage,
ggf. hier Abstriche gemacht werden müssen. Wir von der CDU werden mit allen Mitteln versuchen diesem unsteten Treiben entgegen zu wirken.
Rolf Schöpf, stellv. Fraktionsvorsitzender 
Auf Einladung des Vorstandes besuchte der heimische Bundestagsabgeordnete Matthias Heider  (CDU) mit Mitgliedern des CDU-Stadtverbands Attendorn die Rettungsschwimmer der DLRG Attendorn in der Waldenburger Bucht.
Nach der Begrüßung gab Jürgen Schüttler einen Überblick über die satzungsgemäßen Aufgaben und die Entstehung der Ortsgruppe Attendorn, die im nächsten Jahr auf ihr 60-jähriges Bestehen zurückblicken kann. Er wies besonders darauf hin, dass der Verein sich nur aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden finanziert. Matthias Heider, der sich für ein die Unterstützung des ehrenamtliches Engagements einsetzt, nahm mit Interesse zur Kenntnis, dass alle Übungsleiter der DLRG Attendorn auf ihre Übungsleitergelder zugunsten des Vereins verzichten.
 
Bettina Rath und Jan Vieten als verantwortliche Ausbilder erklärten den Gästen den Weg vom Nichtschwimmer zum Rettungsschwimmer. Nach dem Anfängerschwimmkurs im Lehr-schwimmbecken der Attandarra Schule werden die Kinder in einer gesonderten Stunde im Hallenbad Attendorn weiter gefördert, sodass sie in den regulären Trainingsstunden die Prüfungen zu den einzelnen Schwimm- bzw. Rettungsschwimmabzeichen absolvieren können. Matthias Heider sah ein Problem darin, dass durch die Schließung von Hallenbädern immer mehr Kinder das Schwimmen nicht erlernen können. Wie berechtigt dieser Hinweis ist, sieht man daran, dass nach Angaben des Präsidiums der DLRG bis August im Jahr 2013, 361 Menschen in Deutschland ertrunken sind. Erschreckend war dabei die Anzahl von 32 Kindern bis zu einem Alter von 15 Jahren. Ein großer Dank wurde daher der Stadt Attendorn ausgesprochen, die den Vereinen Sportstätten und Schwimmhallen kostenlos zur Verfügung stellt, so dass sich hier die Probleme nicht stellen.
 
Interessant war nun die Frage: „Wie werde ich Rettungsschwimmer?“ Nachdem der Jugendliche das Rettungsschwimmabzeichen in Silber abgelegt hat, kann er nach bestandener Prüfung „Wasserrettungsdienst“ am Wachdienst teilnehmen. Der Bundestagsabgeordnete Matthias Heider konnten sich zusammen mit Rolf Schöpf, Martin Friedrich und Manuel Thys von der CDU Attendorn von der Leistungsfähigkeit des Rettungsschwimmnachwuchses überzeugen, da die Ausbilder Philipp Epe und Kevin Ebensperger vor Ort die praktische Prüfung zum Wasserretter abnahmen.
Anschließend demonstrierten Alexander Erwes und Thomas Hütte die Möglichkeiten des Einsatzes von Strömungsrettern und Rettungstauchern. Die Strömungsretter und Einsatztaucher der DLRG sind mit Funkmeldeempfängern ausgerüstet. Nach der Alarmierung unterstützen sie gemäß Wasserrettungskonzept die Feuerwehr, die im hiesigen Raum nicht über Taucher und Strömungsretter verfügt. Nicht nur die Suche nach Personen wird von den Einsatzkräften der DLRG durchgeführt, sondern auch die Absicherung der Feuerwehrkameraden, die im Bereich von starken Strömungen tätig werden. Strömungsretter und Einsatztaucher aus Attendorn waren auch beim diesjährigen Elbehochwasser in Magdeburg eingesetzt.
 
Bei der Besichtigung des Einsatzfahrzeuges konnten sich Matthias Heider und Rolf Schöpf über die Einsatzmöglichkeiten des Motorrettungsbootes in der Praxis überzeugen. Die Fahrt mit Bootsführer Hans Pütter am Steuer stieß bei Heider trotz der widrigen Witterungsbedingungen auf großes Interesse, da der Abgeordnete selbst im Besitz des Bootsführerscheines ist. Zum Abschluss des rund zweistündigen Besuchs kamen Besucher der CDU und die Ehrenamtler der DLRG im Schulungsraum der Wachstation bei einem kleinen Imbiss zu einer Gesprächsrunde zusammen.
 
Besonders am Herzen lag Matthias Heider die Förderung des Nachwuchses und die Jugendarbeit: „Sie leisten nicht nur etwas für die Jugendlichen selbst, sondern steigern die Attraktivität des Sauerlandes. Wer sich hier engagiert, bleibt mit seiner Heimat verbunden und schafft sich hier ein soziales Umfeld. Das ist ein besonders schöner Nebeneffekt des ehrenamtlichen Engagements, das unser Sauerland prägt.“ Von den 320 Mitgliedern sind ca. die Hälfte Kinder und Jugendliche, stellte Jugendwart Matthias Eckel heraus. Trotz der bescheidenen finanziellen Mittel stellt die Ortsgruppe der Jugendabteilung jährlich ein Budget von 500 € zur Verfügung. Von diesem Geld werden Jugendlager, der Besuch von Klettergärten und viele andere Aktivitäten finanziert.
 
Rolf Schöpf interessierte sich für den Antrag der DLRG an die Stadt, einen Mietzuschuss zur Unterhaltung einer Gerätehalle zu erhalten. Grund für den Antrag ist eine Optimierung der Einsatzreaktionszeiten. Da die DLRG ganzjährig, also auch im Winter schnellstens am Einsatzort sein muss, um vermisste oder in Not geratene Personen zu retten, ist es zwingend erforderlich, zentral Zugriff auf die Einsatzmittel zu haben. Während des Winters ist es aufgrund der Witterungsbedingungen nicht möglich die Tauchgeräte an den Einsatzort zu transportieren, wenn dieser außerhalb des Biggesees liegt. Zumal durch den fehlenden Winterdienst, die Wachstation teilweise nicht erreichbar ist. Auch eine Verlegung des im Bootshaus befindlichen Rettungsbootes ist dann nicht möglich. Durch die Anmietung einer Halle hat die DLRG nun die Möglichkeit das Einsatzfahrzeug mit dem Rettungsboot zentral und frostfrei zu lagern, sodass auch die Einsatzmittel im Winterhalbjahr eingesetzt werden können. Weiterhin besteht weiterhin die Möglichkeit, einen Schulungsraum einzurichten, damit die Rettungsschwimmer sich auch im Winterhalbjahr ständig weiterbilden können. Für die CDU Attendorn sagten Martin Friedrich, Manuel Thys und Rolf Schöpf zu, den Antrag zu unterstützen, was von den Anwesenden dankbar aufgenommen wurde.
 
Der Bundestagsabgeordnete Matthias Heider (CDU) bedankte sich abschließend bei den anwesenden Rettungsschwimmern für ihren unermüdlichen Einsatz. Er wies auf die Gefährlichkeit von Wassereinsätzen hin und wünschte den Kameraden immer eine sichere und gesunde Heimkehr von den Einsätzen.

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