Neuigkeiten aus der CDU und den Vereinigungen
27.09.2019, 17:56 Uhr
Entscheidungen nachhaltig treffen
Stellungnahme unseres CDU-Vorsitzenden Sebastian Ohm zur Berichterstattung der Westfalenpost vom 27.9.2019

In der Berichterstattung der Westfalenpost vom 27.9.2019 über die negative Entscheidung des Rates der Stadt Attendorn zum Antrag des Dorfvereins Helden über die Weiterverwendung des alten Feuerwehrhauses zum gegenwärtigen Zeitpunkt hat sich in Zusammenhang mit der Erwähnung meiner Person eine grobe Vereinfachung ergeben, die ich gerne richtig stelle.

Bei der Dorfversammlung Helden habe ich meine Unterstützung des Dorfhaus-Projektes in der vom Dorfarbeitskreis „Unser Dorf“ vorgestellten Variante unter den zwei Bedingungen zugesagt, dass das Projekt nachhaltig und machbar sei. Bei dieser Veranstaltung lagen die Kosten für das Projekt noch nicht vor, ebenso wurde betont dass man in keinerlei Konkurrenz zur Schützenbruderschaft treten wolle. Auch wurden Nutzungsideen diskutiert, die man durchführen könne, ohne Festlegung auf ein fertiges Konzept. An die Grundaussage der Zusage des Dorfhaus-Projektes unter den genannten Bedingungen  habe ich mich gehalten und stehe auch jetzt zu diesem Wort. Diese Bedingungen sind zum gegenwärtigen Zeitpunkt für mich nicht erfüllt.

Zum einen hat bereits die Schützenbruderschaft einen Antrag zur Förderung des Erweiterungsbaus an die Schützenhalle auf den Weg gebracht, der aus dem gleichen Fördertopf bedient werden soll wie ein jetzt zu beschließender städtischer Antrag. Für mich und die CDU ist das Risiko, dass die Schützenbruderschaft, die sich seit Jahrzehnten in hervorragender Weise ebenso wie der jetzt neu gegründete Dorfverein um die Belange der Dorfgemeinschaft kümme bei einem konkurrierenden städtischen Antrag das Nachsehen hat, zu groß. Die Auswirkungen, welche dieser Vorgang auf das dörfliche Zusammenleben haben könnte, möchte ich an dieser Stelle nicht thematisieren. Der bereits auf den Weg gebrachte Antrag der Schützenbruderschaft Helden und das damit einhergehende ehrenamtliche Engagement ist zu unterstützen, weil die neuen Räumlichkeiten der gesamten Dorfbevölkerung zugute kommen. Es bleibt hier in aller Ruhe abzuwarten, wie seitens des Ministeriums mit diesem Antrag umgegangen wird.
Zum anderen ist die Frage berechtigt, welche Kosten und vor allem  welche Folgekosten bei dem anvisierten Dorfhaus-Projekt auf die Hansestadt Attendorn zukommen und ob es nicht in Anbetracht der Vielzahl von jetzt schon vorhandenen und demnächst vielleicht sogar erweiterten  Räumlichkeiten für Vereinsaktivitäten in Helden Alternativmöglichkeiten für den Dorfverein in Helden gibt. Dies umso mehr, als in den vergangenen 14 Tagen seit der Hauptausschusssitzung die kritischen Stimmen für das Dorfhaus-Projekt in Helden, die es auch vor der Dorfversammlung gab, immer lauter geworden sind. Eine Entscheidung in dieser finanziellen Größenordnung innerhalb eines Monats seit Bekanntgabe der Vorlage im Ratsinformationssystem der Hansestadt bis zur Ratssitzung in der Stadtverordnetenversammlung vom Bürgermeister durchzubringen, und das in Kenntnis des sehr guten Vereinslebens in Helden und in Kenntnis des Vorhabens der Schützenbruderschaft, finde ich persönlich sehr verwunderlich. Alle Fraktionen haben sich zwar in der Zwischenzeit durch eine Präsentation des Dorfvereins über das Vorhaben informieren können, aber alternative Nutzungsmöglichkeiten des Feuerwehrhauses oder Alternativnutzungen für den Dorfverein wurden überhaupt nicht thematisiert, geschweige dann die finanziellen Folgen für die Hansestadt Attendorn. Dies soll nun nachgeholt werden und das ist auch gut so.

Bemerkenswert in diesem Zusammenhang ist die Auffassung des Bürgermeisters, die kritischen Stimmen zum Dorfhaus-Projekt bzw. die gegenwärtig ablehnende Haltung zum Antrag hätten spätestens bis zur Hauptausschusssitzung erwähnt werden müssen. Es seien seitens der Stadtverordneten Erwartungen geweckt worden, die wir nun nicht erfüllen. Die CDU-Fraktion hat in der Hauptausschusssitzung deutlich zu erkennen gegeben, dass wir uns das Abstimmungsverhalten offen halten, sollten uns bis zur Ratssitzung neue Erkenntnisse vorliegen. Diese lagen zur Ratssitzung vor. Welches deutlichere Signal kann man denn noch senden?

Ich bin zuversichtlich, dass die jetzt vertiefend aufkommende Diskussion um die Weiterverwendung des städtischen Feuerwehrhauses im Rat der Stadt Attendorn der richtige Weg ist, um zu einer für die Ortschaft Helden nachhaltigen Entscheidung zu kommen und die Gemüter zu beruhigen. Auf diese Weise wird auch den Stadtverordneten die Zeit eingeräumt, die sie für eine Entscheidung in dieser finanziellen Größenordnung brauchen. Diese Diskussion sollten wir mit der gebotenen Sachlichkeit führen.
 

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