Kalkulationsfehler?

Eine Stellungnahme zum Verkehrskonzept

07.10.2014, 10:58 Uhr

Dem neuen Fraktionsvorsitzendem der SPD ist in der Ratssitzung aufgefallen, dass wohl der „entscheidende Faktor Mensch“ bei den Planungen zum Verkehrskonzept vergessen worden bzw. nicht einkalkuliert worden sei. – Ihm und allen Anderen, die wie er an den Planungen nicht beteiligt waren möchte die CDU - Fraktion im Rat der Hansestadt Attendorn versichern, dass es bei allen Planungen und Maßnahmen nur um den Faktor Mensch ging!

Das Verkehrskonzept hat folgende Ziele:

  • Attraktivierung und Aufenthaltsqualität in der Innenstadt
  • Stärkung und Erreichbarkeit des Einzelhandels,
  • Schaffung von Parkraum
  • Ruhe für Anwohner

Diese Ziele stehen untereinander in Konkurrenz sind leider nicht gleichzeitig realisierbar. Aufgabe der Politik ist und bleibt es zwischen diesen Zielen abzuwägen um für die Allgemeinheit den größt - möglichen Nutzen zu erreichen. Hierzu wurde mit Herrn Christ vom Büro IVV kompetenter Sachverstand hinzugezogen:

Seit 1989 werden für dieses neue System zahlreiche Maßnahmen umgesetzt:

  • Bau der Fußgängerzone
  • Durchbau Hansastrasse
  • Bau der Modschlade
  • Durchbau Zollstock
  • Attraktivierung Bahnhofstrasse
  • Bau der Nordumgehung
  • Bau zahlreicher Kreisverkehre
um nur einige zu nennen.

Bei all diesen Maßnahmen steht unwiderruflich fest, dass die Stadt Attendorn gut beraten war!

Beim Beschluss über die Sperrungen war es der CDU Fraktion bewusst, dass dieses drastische Maßnahmen sind, welche manche Bürger stark beeinträchtigen und hat genau aus diesem Grunde zunächst die Probephase beschlossen.

So sollten Erfahrungen und verlässliches Zahlenmaterial gesammelt werden, um im Abschluss in Ruhe, eine vernünftige, nachhaltige Lösung zu finden.

Leider hat die eingeführte Probephase keine 3 Tage Bestand gehabt, bis die ersten Sperrungen „durchfahrbar“ gemacht wurden.

Hier wurde bedauerlicherweise kein Rückgrat gezeigt, einen bestehenden Ratsbeschluss umzusetzen.

Wir sehen das angestrebte System der Neustrukturierung der Verkehrsflüsse mittlerweile gefährdet.

Leider hat es die SPD – Fraktion abgelehnt, die Verlängerung der Einbahnstraßenregelung bis ins Niederste Tor bereits jetzt testweise während der Probephase auszudehnen. Darüber besteht bereits politischer Konsens und die CDU – Fraktion sieht in dieser Erprobung eine geeignete Maßnahme, nicht nur kurzfristig Anwohnern der kleinen Gässchen in der Innenstadt vor Schleichwegfahrern zu schützen, sondern auch bereits jetzt erste Erfahrungen zu sammeln zur Attraktivierung der Niedersten Strasse.

Hier sehen wir akuten Handlungsbedarf, da viele Lokale in Richtung östliche Innenstadt umgezogen sind und hier vermehrt Leerstände zu beklagen sind.

In der Niedersten Str. wurde die Chance vertan, praktisch zu planen, wie die Straße mit Grün aufzuwerten ist, dringend benötigte Kurzzeitparkplätze zu installieren und sogar die Platzgestaltungen vor dem Friseurgeschäft Weber und der alten Post austesten zu können.

Der Fraktionsvorsitzende der SPD verweigerte mit seinen Parteifreunden damit den Bürgern diese von uns beantragte Zukunftsvorsorge!

Vielmehr beantrage er, vor Ablauf der Probezeit endgültige Maßnahmen zu planen; dieser Antrag überrascht uns sehr:

Denn diese Planungen müssen wir nichtpublikumswirksam beantragen, sondern gehören zu unserem verantwortungsvollen Handeln zum Wohle aller unsere Bürger, sei es hinter dem Steuer, auf dem Gehweg, hinter der Ladentheke oder in seinem Vorgarten.